Gartentipps

Informationen und Neuigkeiten rund um den Garten

Kompost: Bild von Manfred Antranias Zimmer auf Pixabay

Max Karänke aus Münster

hat uns eine sehr interssante Beschreibung zum Kompostieren zu geleitet. 

Kompostieren ist nicht so schwer, wie du denkst

Eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung für’s Kompostieren in Garten oder Wohnung

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Drohender Ansturm der Waderratten

Gartenfreund Edmund Meisner, ehemaliger 1. Vorsitzender der Kleingartenkolonie Roseneck, hat sich nicht nur in seiner aktiven Zeit im Vorstand um Fauna, Flora und Menschen im Verein gekümmert. Er hat uns ganz aktuell einen interessanten Bericht zu Ratten, auch in Kleingartenanlagen, zukommen lassen. Im Link: https://kurzelinks.de/3c7s  finden Sie dazu einen Bericht der Plattform TELEPOLIS einem Dienst des heise-Verlags.

Taubenerkrankungen und tote Wildtiere

Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde,
der Gartenfachberater bittet, umgehend die restlichen Fruchtmumien aus den Bäumen zu entfernen, im Haushaltsmüll zu entsorgen und nicht auf den Kompost zu werfen!

In dieser Kategorie werden für Euch Beiträge zur Gartenpraxis gesammelt. Wir hoffen, dass viele Gartenfreunde hier ihre Kenntnisse beisteuern wollen.

Der Fokus sollte auf der kleingärtnerischen Nutzung liegen.

Es sollte um Themen gehen wie z. B.:

  • Anbau, Aufzucht, Bewirtschaftung und Pflege von Pflanzen und Gemüse im Kleingarten;
  • Düngung, Kompost;
  • Hochbeete;
  • Anlegen von Teichen;
  • Schädlingsbekämpfung ohne Chemie.

 

Wenn man Fragen zu bestimmtem Gartenthemen hat, kann man gerne eine e-mail Anfrage an den Gartenfachberater stellen.

Der Gartenfachberater wird dann versuchen, die Anfrage zu beantworten und bei gegebenem Interesse dies als Beitrag hier aufnehmen.

Poolchemie

Alles klar am Pool?

Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde,

wer für seine Kinder oder Enkel einen Pool im Garten aufgestellt hat, möchte dort für klare Verhältnisse sorgen.

Das ist oft gar nicht so einfach, denn Wasser bleibt nicht unbedingt von selbst klar.

An den Wänden des (aufblasbaren) Pools bilden sich Ablagerungen, Algen siedeln sich an und das Wasser wird getrübt.

Am einfachsten ist es, das Wasser regelmäßig zu wechseln und die Wände des Pools zu säubern.

Aber das ist natürlich anstrengend!

Der Handel bietet deshalb eine Reihe von Produkten an, die das Wasser klar halten sollen.

Der Einsatz dieser Präparate ist nicht “ohne”, denn es handelt sich um Chemikalien. Sind diese erst einmal im Poolwasser,

darf dieses auf keinen Fall zum Gießen der Beete verwendet werden.

Auch darf man das Wasser nicht einfach im Boden versickern lassen. Allein die Entsorgung über die Sammelgrube oder die S-Kanalisation sind zulässig.

Warum ist das so? Dazu hat Sven Gerlant im Gartenfreund 2/2016 einen informativen Artikel geschrieben, den ich allen Poolbesitzern zur Kenntnis geben möchte.

Bitte nehmen Sie sich die Ausführungen zu Herzen: es handelt sich bei den genannten Poolchemikalien um Stoffe, die unseren Boden und unser Wasser stark belasten.

Auch wenn unsere Kleingartenanlage nicht in einem Wasserschutzgebiet liegt, sind wir wie alle Berliner verpflichtet, die Bestimmungen zum Schutz des Grundwassers zu beachten.

Schwermetalle reichern sich beispielsweise sehr leicht im Boden an — möchten Sie Gemüse oder Obst essen, das mit solchem Wasser bewässert wurde oder auf belasteten Böden wuchs?

Denken Sie an Ihre Kinder und Enkel und die nachfolgenden Pächtergenerationen und nutzen Sie am besten überhaupt keine Poolchemie.

Dann können Sie das Wasser getrost zum Gießen verwenden und sparen so gleich doppelt Geld: einmal, weil Sie keine Chemikalien kaufen und dann wieder, weil Sie kein Wasser vergeuden!

Ihr Gartenfachberater

Monilia 2016

In bestimmten Bereichen der Kolonie massives Auftreten von Monilia, einer pilzlichen Erkrankung, die sowohl Triebe als auch Früchte fast aller Obstbäume befällt (Apfel, Süß- und Sauerkirsche, Pflaume, Aprikose, Quitte usw.). Verbreitet sich im Frühjahr bei feuchtem Wetter während der Blütezeit von befallenen Pflanzen aus durch den Wind. Die Infektion erfolgt über die Blüte, von dort wandert der Pilz in die Pflanze. Spritzungen z.B. mit Pilzfrei Ectivo sind deshalb nur während der Blüte sinnvol..

◦ Monilia laxa = Spitzendürre. Befallene Blüten und Blätter welken und vetrocknen innerhalb weniger Tage, ohne abzufallen. Absterbende, vertrocknete Zweigspitzen mit verschrumpelter Rinde auf 20-30 cm Länge, teilweise sind ganze Äste, in Extremfällen auch große Teile von Gehölzen befallen.

◦ Monilia fructigena = Fruchtfäule, Polsterschimmel. Reifende Früchte werden braun und matschig, zeigen ringförmigen gelblich-weißen Schimmelbefall oder flächig auftretende grau-weiße Pusteln. Auftreten wird durch feuchte und warme Witterung befördert. Hagel und schwerer Regen verletzen weiche Früchte wie z.B. Kirschen, zu dichter Behang mit Früchten oder wenig ausgelichtete Bäume begünstigen die Ausbreitung.

Wichtigste Gegenmaßnahme: Gartenhygiene! Befallene Zweige bis ins gesunde Holz zurückschneiden und das Schnittgut über den Hausmüll entsorgen, befallene Früchte unbedingt nur über den Hausmüll entsorgen, vertrocknete Früchte (Fruchtmumien) spätestens im Herbst nach dem Laubfall absammeln und über den Hausmüll entsorgen. Nicht am Baum hängen lassen, da von diesen Fruchtmumien eine Neuinfektion der Bäume der Umgebung stattfindet!

Im Bereich der Rosenwinkelgasse massiver Befall, fast kein Garten ohne Monilia! Hier unbedingt auf Gartenhygiene achten. Erste Maßnahme: Sauerkirschen nach der Ernte auslichten, befallene Süßkirschen jetzt entsorgen; bei Pflaumen den extrem dichten Fruchtbehang ausdünnen. Verletzte Früchte frühzeitig entsorgen.

Spritzmittel wie Ectivo oder Duaxo sind nur während der Blüte sinnvoll. Anwendungsregeln beachten! Bei befallenen Früchten kommt jede Hilfe zu spät, hier hilft nur Vorbeugung der weiteren Verbreitung durch Gartenhygiene.

Hier noch ein sehr informativer Link zur Bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft.

 

Monilia-Spitzendürre an Kirschen

Schadbild:

Blüten, Blätter oder ganze Triebe von Kirschen fangen schon kurz nach der Blüte von der Spitze her an abzusterben und sehen wie verdorrt aus (Spitzendürre). Neben den anfälligen Sauerkirschen (insbesondere der Sorte Schattenmorelle) können auch Mandelbäumchen, Süß- und Zierkirschen sowie Aprikosen und Pfirsiche befallen werden. Abgestorbene Triebteile und Blütenbüschel bleiben oft noch bis über den nächsten Winter hinweg weitgehend unverändert an den Ästen hängen.

Schaderreger:

Verursacher dieser Krankheit ist der Pilz Monilinia laxa. Er überdauert an den abgestorbenen Triebspitzen. Im Frühjahr bildet der Pilz dann Sporen aus, die über die Blüte in die gesunden Triebe anfälliger Wirtspflanzen eindringen. Anschließend kommt es zu deren Absterben. Erhöhte Infektionsgefahr besteht vor allem, wenn es zur Blütezeit der Wirtspflanzen, insbesondere der Kirschen, kühl und regnerisch ist.

 

Gegenmaßnahmen:

Abgestorbene Triebspitzen sollten möglichst bald nach der Blüte bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden.

Tritt die Krankheit seit Jahren wiederholt auf, können Kirschbäume durch Spritzbehandlungen zur Blütezeit vor Infektionen geschützt werden. Hierzu müssen, je nach Wetterlage, bis zu drei Behandlungen von Beginn bis Ende der Blüte durchgeführt werden, z. B. mit Compo Duaxo Universal Pilz-frei oder Bayer Garten Obst-Pilzfrei Teldor.

Bei Neuanpflanzungen bevorzugt weniger anfällige Sorten verwenden. Bei Sauerkirschen sind dies z. B. ‘Gerema’, ‘Karneol’, ‘Morina’, ‘Morellenfeuer’ oder ‘Safir’.

Gespinstmotten und Kräuselkrankheit

Liebe Kleingärtnerinnen und Kleingärtner,

derzeit tauchen in der Kolonie Roseneck Apfelgespinstmotten auf.

Die gelblichen Raupen spinnen schnell ganze Zweige ein, die Gepinste weisen zusätzlich schwarze Punkte auf.

Grundsätzlich müssen alle Gespinste, auch in anderen Obstbäumen, herausgeschnitten und im Hausmüll entsorgt oder verbrannt werden.

Der Verbreitung ist unbedingt Einhalt zu gebieten.

Ebenso wurde in Aprikosen- und Pfirsichbäumen die Kräuselkrankheit mit ihrer orangefarbenen Fleckung gesichtet.

Hier müssen derzeit die befallenen Blätter eingesammelt und ebenfalls dem Hausmüll übergeben werden.

 Generell bei erkrankten Abfällen keine Entsorgung in Laubsäcken, bitte.

 Die geschwächten Bäume etwas düngen.

Im kommenden Januar, spätestens Anfang Februar sollten die von Kräuselkrankheit befallenen Bäume 2x im Abstand von 10 Tagen bienenunschädlich gespritzt werden.

Optimaler Zeitpunkt ist das Schwellen der noch geschlossenen Knospen.

Die Behandlung hat nur in diesem frühen Stadium Erfolg.

Zugelassen ist derzeit das im Baumarkt erhältliche Compo Duaxo Universal Pilzfrei.

 Euer Gartenfachberater

Thomas Schimitzek