Monilia 2016

In bestimmten Bereichen der Kolonie massives Auftreten von Monilia, einer pilzlichen Erkrankung, die sowohl Triebe als auch Früchte fast aller Obstbäume befällt (Apfel, Süß- und Sauerkirsche, Pflaume, Aprikose, Quitte usw.). Verbreitet sich im Frühjahr bei feuchtem Wetter während der Blütezeit von befallenen Pflanzen aus durch den Wind. Die Infektion erfolgt über die Blüte, von dort wandert der Pilz in die Pflanze. Spritzungen z.B. mit Pilzfrei Ectivo sind deshalb nur während der Blüte sinnvol..

◦ Monilia laxa = Spitzendürre. Befallene Blüten und Blätter welken und vetrocknen innerhalb weniger Tage, ohne abzufallen. Absterbende, vertrocknete Zweigspitzen mit verschrumpelter Rinde auf 20-30 cm Länge, teilweise sind ganze Äste, in Extremfällen auch große Teile von Gehölzen befallen.

◦ Monilia fructigena = Fruchtfäule, Polsterschimmel. Reifende Früchte werden braun und matschig, zeigen ringförmigen gelblich-weißen Schimmelbefall oder flächig auftretende grau-weiße Pusteln. Auftreten wird durch feuchte und warme Witterung befördert. Hagel und schwerer Regen verletzen weiche Früchte wie z.B. Kirschen, zu dichter Behang mit Früchten oder wenig ausgelichtete Bäume begünstigen die Ausbreitung.

Wichtigste Gegenmaßnahme: Gartenhygiene! Befallene Zweige bis ins gesunde Holz zurückschneiden und das Schnittgut über den Hausmüll entsorgen, befallene Früchte unbedingt nur über den Hausmüll entsorgen, vertrocknete Früchte (Fruchtmumien) spätestens im Herbst nach dem Laubfall absammeln und über den Hausmüll entsorgen. Nicht am Baum hängen lassen, da von diesen Fruchtmumien eine Neuinfektion der Bäume der Umgebung stattfindet!

Im Bereich der Rosenwinkelgasse massiver Befall, fast kein Garten ohne Monilia! Hier unbedingt auf Gartenhygiene achten. Erste Maßnahme: Sauerkirschen nach der Ernte auslichten, befallene Süßkirschen jetzt entsorgen; bei Pflaumen den extrem dichten Fruchtbehang ausdünnen. Verletzte Früchte frühzeitig entsorgen.

Spritzmittel wie Ectivo oder Duaxo sind nur während der Blüte sinnvoll. Anwendungsregeln beachten! Bei befallenen Früchten kommt jede Hilfe zu spät, hier hilft nur Vorbeugung der weiteren Verbreitung durch Gartenhygiene.

Hier noch ein sehr informativer Link zur Bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft.

 

Monilia-Spitzendürre an Kirschen

Schadbild:

Blüten, Blätter oder ganze Triebe von Kirschen fangen schon kurz nach der Blüte von der Spitze her an abzusterben und sehen wie verdorrt aus (Spitzendürre). Neben den anfälligen Sauerkirschen (insbesondere der Sorte Schattenmorelle) können auch Mandelbäumchen, Süß- und Zierkirschen sowie Aprikosen und Pfirsiche befallen werden. Abgestorbene Triebteile und Blütenbüschel bleiben oft noch bis über den nächsten Winter hinweg weitgehend unverändert an den Ästen hängen.

Schaderreger:

Verursacher dieser Krankheit ist der Pilz Monilinia laxa. Er überdauert an den abgestorbenen Triebspitzen. Im Frühjahr bildet der Pilz dann Sporen aus, die über die Blüte in die gesunden Triebe anfälliger Wirtspflanzen eindringen. Anschließend kommt es zu deren Absterben. Erhöhte Infektionsgefahr besteht vor allem, wenn es zur Blütezeit der Wirtspflanzen, insbesondere der Kirschen, kühl und regnerisch ist.

 

Gegenmaßnahmen:

Abgestorbene Triebspitzen sollten möglichst bald nach der Blüte bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden.

Tritt die Krankheit seit Jahren wiederholt auf, können Kirschbäume durch Spritzbehandlungen zur Blütezeit vor Infektionen geschützt werden. Hierzu müssen, je nach Wetterlage, bis zu drei Behandlungen von Beginn bis Ende der Blüte durchgeführt werden, z. B. mit Compo Duaxo Universal Pilz-frei oder Bayer Garten Obst-Pilzfrei Teldor.

Bei Neuanpflanzungen bevorzugt weniger anfällige Sorten verwenden. Bei Sauerkirschen sind dies z. B. 'Gerema', 'Karneol', 'Morina', 'Morellenfeuer' oder 'Safir'.

 

 

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