Die Gesamtfläche des Areals wurde um 1900 schon als Gartenland umgewidmet und entsprach etwa der heutigen Fläche. Die Lage der Kolonie Roseneck entprach ebenfalls etwa der heutigen Lage. In der Planung war die Aufteilung jedoch geometrischer, als das heute der Fall ist.

 

Die Abbildung ist lediglich ein Ausschnitt.

 

 

 

 

1937/1938 wurde das gesamte Laubengelände geräumt, um Wohn- und Bahnanlagen im großen Stil zu erweitern. Das heute noch erhaltene Tal der Kolonie Roseneck entstand dabei durch Erdarbeiten. In der Folge entstand ein großer Rangierbahnhof, der zum Anhalter Bahnhof gehörte.

1939-1945 war das Gelände ein grosser Verschiebebahnhof für den Transport von Menschen und Material an die Ostfront. Auf dem Südgelände sind noch einige Lokomotiv-Bunker zu sehen. Auf dem jetzigen Gartengelände standen während des Krieges zahlreiche Flakstellungen.

1945, nach Kriegsende wurde das Gelände erneut parzelliert und durch den Magistrat verpachtet. Nach erneuter Urbarmachung durch die Kolonisten wurden hauptsächlich Nutzpflanzen, wie Kartoffeln, Kohl und Tabak angebaut. Zur Erntezeit wurden die Gärten nachts bewacht. Die erzielten Überschüsse aus den Ernteerträgen wurden auf dem Schwarzmarkt gegen andere Bedarfsgüter getauscht. Die Versorgung der Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen war sehr mühsam, da es nur 2 Pumpen für die gesamte Kolonie gab. Gedüngt wurde mit Kompost und “Menschendung”. Die neu errichteten Lauben wurden aus verschiedenen Materialien gebaut, wie Brettern aus den Splittergräben der Flakstellungen, die auf dem Gelände verteilt waren. Die Lauben damals durften nicht größer als 18m² sein. Sie sind heute fast alle verschwunden.